Weblog von Andreas Bergmann

Mal was Andre(a)s

Moin und herzlichen Glückwunsch! Du bist auf meinen Webblog gestoßen (autsch!).

Hier stelle ich - wenn ich mal zu viel Zeit habe Wink - kurze Gedanken direkt aus dem Alltag rein, die weitesgehend auch etwas mit Christsein zu tun haben. Und DU darfst deinen geschätzten Senf (in Form von Kommentaren) dazu geben.

Das tut weh!

Inzwischen kam es auch in der Tagesschau, die erschütternde Nachricht von dem Gewaltexzess einer Gruppe Jugendlicher auf einer Freizeit des Sportbundes Osnabrück (siehe Bericht). Ich möchte mir nicht vorstellen, was solch ein Trauma mit den minderjährigen Opfern macht, die doch eigentlich nur schöne Ferien erleben wollten.

Zur Zeit weilt eine Kinderfreizeit unseres Kreisjugenddienstes auf der Insel. Ich könnte mir vorstellen, dass sie - allein wegen der räumlichen Nähe der Ereignisse - Auswirkungen auf ihrer Freizeit zu spüren bekommen: Besorgte Eltern, eventuell sogar nachfragende Presse - Ich denke an unseren Kreisjugenddiakon, dem ich eine unbeschwerte Freizeit (wie wir sie hatten) wünsche.

Es ist ohne Frage gut, dass die Ereignisse öffentlich geworden sind. So wird in Zukunft bei allen Anbietern eine hohe Sensibilität gegenüber Gewalt unter Teilnehmenden vorhanden sein.

Ich möchte an dieser Stelle nicht über die Leitung der besagten Freizeit urteilen, weil ich nicht dabei war und die Gegebenheiten nicht kenne.

Was unsere Freizeiten angeht bin ich jedoch sicher, dass wir alles tun, um solch ein Fiasko zu verhindern:

    Im Vorfeld:
  •  Durch geeignete Unterbringung.
  •  Durch Gruppenleiter/innen, die unser persönliches Vertrauen in Befähigung und Charakter haben.
    Und im Vollzug:
  •  Durch ein Gruppenklima, das durch Offenheit und Rücksichtnahme geprägt ist.
  •  Durch gute persönliche Kontakte zwischen Leitung und Teilnehmenden, so dass die Leitung immer auf dem neusten Stand ist und schwierige Situationen rechtzeitig erkannt werden.
  •  Durch unseren Willen, Verstöße gegen Regeln nachzugehen und Konsequenzen zu ziehen.

Ameland tut weh! - Weil Jugendliche anderen Jugendlichen so etwas zufügten und das als 'Spaß' empfanden; und weil es der Jugendarbeit nicht gelungen ist, ihre Schutzbefohlenen zu schützen.

Nach Farbe kommt Schwarz-Weiß

Es ist ja schon länger her, dass unser Kino und das Fernsehen in Farbe zu sehen ist. Genau genommen habe ich nur noch einen Sender in meinem Leben erlebt, der überhaupt schwarz-weiß war: Das DDR-Fernsehen. Es mutet ja auch hinterwäldlerisch an über "schwarz-weiß"-Filme zu reden, in Zeiten wo die zwei magisches Buchstaben ("HD") unsere Medienlandschaft beflügeln. Aber - geht das nur mir so? - ich habe neuerdings das Gefühl, dass "schwarz-weiß" zumindest in einer Hinsicht eine echte Renaissance erlebt, nämlich inhaltlich.

Da wollte ich letztens einen schönen Kinoabend mit meiner Frau erleben und suche also auf cinestar.de nach der passenden Abendgestaltung. Wie geht man dabei am besten vor? Klar: Ich treffe anhand der Titel und Beschreibungen eine nähere Auswahl und schaue mir dann die Trailer an, um mich letztlich für einen Film zu entscheiden. Zu berücksichtigen ist auch unbedingt, dass sich meine Frau schon bei einigen Szenen in Filmen wie "Harry Potter" die Augen zuhalten muss, weil sie Gewalt in Filmen hasst.

Meine Wahl war diesmal eindeutig. War ich schon durch Rezessionen rund um den Titelsong von Mika auf Bremen Vier neugierig geworden, so überzeugte mich der Trailer dann endgültig. "KickAss" muss eine super-lustige Komödie rund um den Superhelden-Kult bei Teenagern sein - so dachte ich. Gewalt? - Fehlanzeige, laut Trailer, der die FSK "0" hatte. (Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich die FSK-Angabe "16" direkt unter der Filmbeschreibung übersah.)

Was soll ich sagen? Wer den Film gesehen hat, der kann sich vorstellen, was für ein "toller" Kinoabend das wurde. Wer den Film nicht kennt, dem sei gesagt, dass man sich - vom Gewaltgehalt her - einen gleichwertigen Abend machen kann, in dem man anfängt, sich Nägel in Arme und Beine zu hämmern. Ich weiß immer nicht genau, wen es eigentlich auf dieser Welt anspricht, zu sehen, wie ein Mensch in einer übergroßen Mikrowelle zerplatzt oder wer darauf Wert legt im Detail die Wirkung eines Baseball-Schlägers auf den menschlichen Schädel zu sehen. Ich bin es jedenfalls nicht. Und meine Frau erst recht nicht.

Zuhause habe ich mir den Trailer dann noch ein paar Male angesehen, weil ich nach irgendeiner Übereinstimmung mit dem Film suchte. Es waren wohl Szenen aus dem Film, aber geschickt geschnitten und so zusammen gesetzt, dass vom Eindruck her etwas völlig Anderes entstand.

Inhaltlich geht es in dem Film übrigens fast ausschließlich um Rache. Dabei dürfen die "Guten" nach Herzenslust morden und man will sie dabei quasi noch anfeuern (wenn man sich emotional darauf einlässt). Die Bösen tun eigentlich das Gleiche wie die Guten, nur haben sie angefangen und tun es aus "bösen Motiven". Eben "schwarz-weiß". Konsequenter Weise hätte man diesen Film dann auch farblich so verfilmen können.

Ich werde nun noch vorsichtiger bei der Filmwahl sein und die FSK bei Trailern mit den Filmen vergleichen, bevor ich mir eine Meinung bilde. Kino habe ich erstmal satt - und Hollywood eigentlich schon lange. Ich gucke lieber in Farbe.

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten (Gebot)


Gefunden im Weserpark. Hat mich lange genug geärgert, deshalb hat es jetzt redlich einen Blogeintrag verdient!

Wie stumpf muss mein Leben wohl sein, wenn mir selbst sonntags nix anderes mehr einfällt als mich von meinem Portemonnaie von der Trübsal meiner Existenz ablenken zu lassen?

Ob ich was anderes vor habe? - JA. Wie wäre es denn, sich daran zu erfreuen, dass man Familie oder Freunde hat?! Oder einfach mal ein gutes Buch zu lesen oder etwas zu tun, was ich gerne mache und wozu ich sonst nicht komme. Oder mal wieder in den Gottesdienst gehen und Gott für das geile Leben, das ich führen darf, danken.

Genaugenommen ist ALLES besser als auch noch sonntags Verkäuferinnen von den oben Erwähnten abzuhalten. Nur so ne Meinung... Kommentare erwünscht.

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